An dieser Stelle möchte ich dir spanische Vereine vorstellen, die ich persönlich in Spanien kennen gelernt habe und für unterstützenswert halte. Alle arbeiten ehrenamtlich um den Tieren zu helfen! Sie setzen sich unermüdlich für die Tiere ein, gelangen dabei auch oftmals psychisch und finanziell an ihre Grenzen und geben dennoch nicht auf.

ANAA = Asociación Nacional Amigos de los Animales (Madrid) – meiner Meinung nach ein vorbildlicher Verein. Haben sie nach der Vereinsgründung 1999 mit einem kleinen, alten Tierheim angefangen, konnten sie im Laufe der Jahre ein modernes Tierheim erbauen. ANAA ist auch Mitglied und Mitgründer von Verbänden, die sich gemeinsam für den Tierschutz in Spanien einsetzen. Viele freiwillige Helfer (auch Ärzte, Psychologen, Trainer … ) helfen hier. ANAA ist sehr engagiert, geht mit Projekten an die Öffentlichkeit und setzt sich auch für alte und Hunde mit Handicap ein. Bei großen Beschlagnahmungen z.B. nimmt ANAA stets die Tiere, die andere Tierheime nicht haben wollen. Diese Tiere verursachen oftmals hohe Kosten, weil sie alt & krank sind, operiert werden müssen (Tumore sind die Häufigkeit) und länger auf eine neue Familie warten. Mit traumatisierten Hunden wird intensiv gearbeitet, um sie in ein normales Leben zurück zu führen; komplizierte Operationen werden durchgeführt, wo andere aus Kostengründen einfach einschläfern würden. Bei ANAA bekommt JEDES Tier eine Chance!

Asociación Cacereña de Protección Animal, gegründet 1994 (Cáceres) – Isabel kenne ich schon viele Jahre, hatte sie schon bei mir zu Hause zu Besuch. Ich schätze ihr Engagement sehr und unterstütze sie gerne. Isabel hat mit ihrem Team viele Jahre ehrenamtlich in der Perrera von Cáceres gearbeitet, bis Ende 2011 das AUS kam. Die Gemeinde ist pleite, die Leitung wurde wieder einer staatlichen Institution übergeben, Tiere werden jetzt wieder getötet wenn keine Kapazitäten mehr frei sind. Isabel kämpft mit ihrem Verein natürlich weiter für die Tiere, arbeitet jetzt, wie viele andere Vereine auch, mit Pflegestellen. Ihr großer Wunsch ist ein eigenes Tierheim. Ich hoffe sehr das sie ausreichend Unterstützung findet und ihr Wunsch in Erfüllung gehen wird.

S.P.A.P. San Francisco de Asís (Andújar) – Marga und ihr Team sind ebenfalls unermüdlich im Einsatz. Haben sie damals noch Zwinger in der alten Perrera angemietet, konnten sie im Laufe der Jahre ebenfalls ein modernes Tierheim erbauen. Solange sie Kapazitäten frei haben, kaufen sie Tiere aus der Perrera frei, bringen sie in ihr Tierheim und suchen dann eine Familie für sie. Ein tolles Team, sehr engagiert!

Evolución Asociación (Madrid) – Alicia und ihr Team setzen sich seit der Vereinsgründung im Jahre 1999 überwiegend für Galgos ein, aber gucken auch bei anderen Rassen nicht weg. Wenn ein Hund oder eine Katze Hilfe braucht, sind sie da, auch wenn die Rettung schwierig und mit hohen Kosten verbunden ist. Käthe, Teresa … beide Pflegis bekam ich von Alicia, tolle Hunde, toller Verein! Alicia kauft Galgos aus Perreras frei, bringt sie in Pflegestellen unter und sucht dann eine Familie für sie. Oftmals sind Hunde dabei, die vor ihrer Vermittlung noch operiert werden müssen, auch davor scheut Alicia nicht zurück.

Mama Pastora (Madrid) – Mae, eine private Tierschützerin, die oft an ihre finanziellen Grenzen gerät um den Tieren zu helfen. Sie nimmt sich oft Hunden mit Handicap an, was eine Vermittlung natürlich schwer macht und meistens sehr kostenintensiv ist. Mir hat mal jemand gesagt, dass man Mae nicht unterstützen darf, weil sie für jeden vermittelten Hund zwei neue nachholt. Mae hat aber schon kleine Wunder vollbracht und dafür sollte sie unterstützt werden. Ich denke da z.B. an den alten, gelähmten Miwa, den man unter einem abgestellten Auto fand (vermutlich angefahren) und der wieder laufen gelernt hat. Eine Familie fand er nicht, er durfte aber seinen Lebensabend bei Mae verbringen und hatte somit auch noch ein paar schöne Jahre. Mae, danke dass es dich gibt!

ARCA - Asociación Protectora de Animales de JAEN (Jaén) – Mar und ihr Team sind ebenfalls unermüdlich im Einsatz für die Hunde. Sie führen ein kleines privates Tierheim, sind ständig überfüllt. Jahrelang lebten die Hunde dort nur im Zwinger ohne Auslauf, aber durch ihren Einsatz konnten sie schon viel für ihre Schützlinge erreichen. Das Tierheim konnte umgebaut werden, es gibt jetzt einen Hof, der als Auslauffläche genutzt werden kann und auch die medizinische Versorgung ist gewährleistet. Das Tierheim hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt und kann jede Unterstützung gebrauchen.

Las Nieves (Madrid) – ein Tierheim gigantischer Größe. Ca. 450 Hunde werden dort in Gruppen und nicht in Zwingern gehalten. Diese Art der Haltung ist nicht immer leicht, Beißereien sind leider nicht immer zu vermeiden. Das Team vor Ort ist sehr engagiert und leistet ebenfalls sehr viel. Sie stehen in Kontakt mit den Jägern im Umland und konnten erreichen, dass diese ihre Hunde jetzt ins Tierheim bringen und nicht mehr „entsorgen“ wenn sie ihrer leid sind. Ich wurde nach meinem Besuch dort gefragt, wie ich mir aus solch einem großen Haufen Hunde einen aussuchen konnte, aber es geht, der Blick in die Augen eines Hundes fällt IMMER meine Entscheidung.

Amanecer (Madrid) – Marta und ihr Team setzten sich damals gemeinsam mit Montse und Esther von ADOPTALO für die Hunde ein. Im Laufe der Jahre konzentrierte sich die Arbeit immer mehr auf Madrid, ein neuer Verein wurde gegründet: Amanecer. Sie kaufen Hunde aus der Perrera frei, bringen diese in Pflegestellen oder Pensionen unter und versuchen sie dann zu vermitteln. Marta selbst hat das ganze Haus voller Hunde, was ich nicht unbedingt positiv finde und unterstütze, aber wenn man vor Ort ist und sieht wie die Hunde in der Perrera getötet werden, würde ich vermutlich nicht anders handeln, solange die Mittel dafür da sind, diesen Tieren dann auch gerecht zu werden.

Ich habe noch Kontakte zu anderen Vereinen und Tierheimen in Spanien, aber auf die möchte ich nicht näher eingehen. Dort arbeiten mit Sicherheit auch ein paar Leute, die es mit den Tieren wirklich gut meinen, aber ich kann und will sie aufgrund der nicht zu ändern wollenden Zustände und/oder Abläufe und/oder deren Arbeitsweise nicht unterstützen.

Aus dem gleichen Grund möchte ich auch keine deutschen Vereine vorstellen, die sich für die Tiere im Ausland einsetzen. Ich kenne leider keinen, der meine Vorstellung von Tierschutz 100%ig umsetzt. Da werden beispielsweise keine Vor- und/oder Nachkontrollen gemacht (oder sich auf Fotos und nette Worte in Emails verlassen), Hauptsache der Hund ist irgendwo untergebracht, wie es ihm dann ergeht, egal ...Vereine im Ausland unterstützt, die nicht korrekt arbeiten …. Aufwandsentschädigungen (Kastration, Impfung, Mittelmeertest, Chip) für die Tiere im Ausland nicht gezahlt und nur in die eigene Kasse gewirtschaftet ... Tiere werden mal eben auf die Schnelle platziert, da sie ein absoluter Notfall sind und kommen dann vom Regen in die Traufe .... ein großer tauber Hund wird in eine 1,5 Zimmerwohnungen in einem Hochhaus mitten in Berlin vermittelt, obwohl dort schon 2 Hunde "hausen" .... ein junger, verhaltensauffälliger Bernhardiner wird an eine ca. 70 jährige Frau vermittelt (und bei Rückgabe eingeschläfert weil sich niemand fand der ihn übernehmen wollte) ... (Spenden)Gelder werden unterschlagen/veruntreut ... Ämter durch den Vorstand missbraucht ... die Liste ist leider unendlich, fast täglich kann man darüber in div. sozialen Netzwerken und TS-Verteiler lesen und daher möchte ich keine Empfehlungen für dt. Vereine geben. Es gibt mit Sicherheit auch Vereine die 100%ig gut arbeiten, aber welche das sind musst du leider selbst herausfinden.

Unsere Fellnasen ...

Über mich ...

.... vor vielen Jahren wurde ich auf einem kleinen Bauernhof in Niedersachsen geboren. Familiäre Gründe haben meine Mama und mich später nach Duisburg ziehen lassen.

so geht es weiter ...